ASB Regionalverband Vorpommern-Greifswald e.V.

[28. März 2022] ASB Bundesverband Deutschland

ASB leistet Nothilfe für Geflüchtete

Der ASB ist als Hilfsorganisation den humanitären Werten und der UN-Charta verpflichtet und verurteilt den Angriff auf die Ukraine entschieden. Seit Jahrzehnten engagiert sich der ASB in der Ukraine und ist seit 2015 mit einem eigenen Länderbüro in Kiew und in Sieverodonetsk tätig. Unsere Partnerorganisation, der ukrainische Samariterbund SSU, ist seit 1993 im ganzen Land aktiv.

Der ASB hilft derzeit vor allem bei der Versorgung von Geflüchteten in den Anrainerstaaten und in Deutschland. Dabei arbeitet er eng mit den internationalen Samariterorganisationen in der Ukraine, Polen, der Slowakei und weiteren Anrainerstaaten zusammen und kann auf seinem langjährigen Engagement in der Region aufbauen.

Schon vor Beginn des Kriegs hat der ASB die Menschen in der Ostukraine, entlang der sogenannten Kontaktlinie, mit Lebensmitteln, Bargeld und Heizmaterial unterstützt. In Deutschland engagieren sich die ASB-Gliederungen bundesweit mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Ukraine-Nothilfe.

Hilfe in Anrainerstaaten mit internationalen Samaritern

Immer mehr Menschen aus der Ukraine suchen in den Nachbarländern Zuflucht. Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen  (UNHCR) haben seit dem 24. Februar mehr als 3,27 Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Die meisten von ihnen kommen derzeit in Polen (ca. 1,97 Millionen / Stand 19.03.) an, zudem in den benachbarten Staaten Rumänien (508 Tausend), Ungarn (291 Tausend), der Republik Moldau (355 Tausend) und der Slowakei (234 T). Viele reisen von dort aus in andere europäische Staaten weiter. Ein internationales Netzwerk von Samariter-Organisationen ist in Anrainerstaaten aktiv und betreut ankommende Flüchtlinge an den Grenzübergängen oder in provisorisch errichteten Flüchtlingslagern an der ukrainischen Grenze. 

FAST-Einsatz 

Der ASB entsendete am 21. März das erste FAST-Team in eine Übergangsunterkunft (Emergency Temporary Camp) in der Nähe der ostslowakischen Stadt Humenné nahe der Grenze zur Ukraine. Das FAST (First Assistance Samaritan Team) unterstützt die Einsatzkräfte des slowakischen Samariterbunds ASSR bei der medizinischen Versorgung, Betreuung sowie bei der Registrierung der Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet. In Humenné kommen vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen im Durchgangszentrum an und ruhen sich dort aus, bevor sie weiterreisen. Das siebenköpfige FAST-Team mit Helfer*innen aus ganz Deutschland wird zunächst bis zum 3. April vor Ort sein. Das Team wurde von den slowakischen Behörden angefragt. Mehr zum Einsatz sehen Sie im Video von Florian Hauke, Referent FAST der ASB-Auslandshilfe, das er vor seiner Abreise gegeben hat. Die beiden Erlanger FAST-Mitglieder Carina Knobloch und Hannah Egger berichten in ihrem Helfer-Tagebuch über ihren Einsatz in der Flüchtlingsunterkunft an der slowakisch-ukrainischen Grenze.

Hilfslieferungen für Ukrainerinnen und Ukrainer

Ein ASB-Hilfstransport für den ukrainischen Samariterbund ist am 18. März mit logistischer Unterstützung durch den Landesverband Niedersachsen in die Slowakei aufgebrochen und am Nachmittag des 19. März dort angekommen. Die Hilfsgüter und Medikamente wurden umgeladen und mit dann mit lokalen LKWs über die Grenze nach Welykyj Beresnyj gebracht. Welykyj Beresnyj liegt nur wenige Kilometer südlich der Grenze zur Slowakei. Dort haben einige Tausend Menschen Zuflucht gesucht. Die ukrainischen Samariter versorgen Menschen, die in ehemaligen Kindergärten der Stadt untergekommen sind, mit Hilfsgütern, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Weitere Hilfsgüter werden voraussichtlich in den nächsten 14 Tagen nach Welykyj Beresnyj gebracht.